Auf der Autobahn

Heute habe ich Traumfrau nach Graz gebracht. Auf der Autobahn war viel los. Montags von Klagenfurt nach Graz. Auffallend viele Kärntner, die nach Graz oder über Graz nach Wien fahren. Nein, darüber denke ich lieber nicht nach. Traumfrau macht da ihre Trainerinnenausbildung, das unterstütze ich voll. Um 6 Uhr Morgens, müde und abgeschlagen von den Bergtouren am Wochenende, auf einer überfüllten Autobahn, mit der Aussicht auf ein Verzicht der besten Frau der Welt für ein paar Tage, war meine Laune nicht gerade prickelnd. Nach dem Fahrverhalten der vielen Kärntner auf dem Weg nach Graz oder sonst wohin, glaube ich nicht der einzige Gutgelaunte auf der Autobahn gewesen zu sein. Lichthupen, böse Blicke, Faustandrohungen, Vogelzeichen sind die Domäne der Kennzeichen K, KL, VI, VL, SV am Montag in der früh. Ab und dann kam mir ein MD in die Quere, da bin ich besonders vorsichtig, denn die sind absolut unberechenbar. Nicht unbedingt aggressiv, dafür umso gefährlicher. Ab Wolfsberg kommen die WO’s dazu und einige VK’s gurken ebenfalls unkontrolliert dahin. Das entspannt die Situation eines G-Fahrzeugs, denn es entsteht eine natürliche Feindschaft zwischen ihnen und den Erstgenannten. Die bekriegen sich mit dem Messer zwischen den Zähnen. Nur im Falle des feindlichen Auftauchens eines LZ, werden alle Feindschaften vergessen um gemeinsam diese Spezies zu liquidieren. Je näher Graz anrückt, desto besser wurde meine Laune. Ein interessantes Spiel auf Österreichs Autobahnen. Sowas gibt es in Deutschland nicht, oder besser gesagt, ich hatte bisher keine Zeit gehabt es zu beobachten. Ständig im Wechselspiel zwischen Affenzahn oder voll auf die Bremse, hinter dir kommt einer mit 280, Opa fährt links und 120, ist schnell genug und eine gute Erziehungsmaßnahme, Autos … überall Autos, hatte ich dort kaum eine Möglichkeit Feldstudien anzustellen. Während ich so daher sinnierte, kam ein I angerauscht. Ich habe ihn wohl 5 Sekunden lang nicht wahrgenommen und behindert. Weisser Schaum, hervorquellende Augen, wutverzerrtes Gesicht. Jetzt habe ich was neues gelernt. Die I-ler sind vielleicht selbstbewusst, aber dafür umso unausgeglichener. Komisch, dabei haben die ja ganz schnuckelige Weibchen in der Gegend.

Gut das ich Traumfrau nach Graz gebracht habe. Solche Feldstudien sind ungemein lehrreich. Klar entspringt alles nur aus meiner Phantasie. Ein Mann mit meiner Selbstbeherrschung, Weitsicht und Erfahrung würde niemals zu solchen Verallgemeinerungen tendieren. Alles aus der Luft gegriffen… auf der Rückfahrt hat mich eine schnuckelige I-lerin überholt und mir einen Vogel gezeigt. Ich habe sie offensichtlich behindert, war im Gedanken bei der besten Frau der Welt. Was soll ich nun ohne sie tun, ich meine – meine Frau! Die schnucklige I-lerin sollte sich was gutes antun. Anstatt wildfremden Deutschchilenen mit G-Zeichen den Vogel zeigen, mehr mit ihren unausgeglichenen Mann v…

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