Austerität hat mit den Austern nichts zu tun

Austeritätspolitik. Was heisst das?  Haushaltspolitik, die einen ausgeglichenen Staatshaushalt über den Konjunkturzyklus ohne Neuverschuldung anstrebt (AusteritätspolitikSparpolitik)

Der Begriff Austerität stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet „Disziplin“, „Entbehrung“ oder „Sparsamkeit“ Wie sinnig… aus dem Altgriechischen.

Und die Merkel und der Schäuble sind die Buhmänner der Weltgeschichte, weil sie die Griechen so in die Zange nehmen. Und hyperintellektuelle Volkswirtschaftler mahnen Merkel im Namen der Wissenschaft an – Austeritätspolitik ist falsch, sparen ist falsch, sich nicht Verschulden ist falsch, weil dadurch das Volksvermögen reduziert wird und in der Folge eine Volksverarmung stattfindet. Das merke man an den niedrigen Zinsen, an der Stagnation – Wachstum findet nicht mehr statt.

OK, ich bin einfach zu blöd um das ganze zu kapieren; bin ja nicht vom Fach. Wie soll das gehen, das mit dem ewigen Wachstum? Wie soll das gehen, das mit dem Schuldenmachen um nicht ärmer zu werden. Wie soll den das gehen, das mit der Inflation damit das Wachstum und die Wertbeständigkeit erhalten bleiben? Echt, ich bin einfach zu blöd, weil mir das nicht in den Kopf hinein gehen will. Ich bin ein unruhiger Geist. Wenn ich was nicht verstehe, dann lese ich, recherchiere überall, suche Expertenpublikationen, lese Abhandlungen und Fachliteratur. Das tue ich solange, bis ich es kapiert habe. Diesmal bin ich drauf und dran mich geschlagen zu geben – Leute, ich sage euch, nichteinmal die Relativitätstheorie hat mich in die Knie gezwungen, aber das mit der Volkswirtschaft und dem ewigen Wachstum und die notwendige Verschuldung, dass ist mir zu hoch. Ich gebe aber nicht auf, nein – niemals!

Ich pack das ganze Thema mal ganz von Vorne an und bilde mir meine eigene Wirtschaftsrealität in meiner kleinen eigenen horstlwelt.

a) Ich will ein Auto haben, bin aber arm und kann es mir nicht leisten.

b) In Deutschland leben ganz viele Menschen, die Autos bauen und von dieser Arbeit ihr Lebensunterhalt bestreiten müssen.

c)  In Deutschland gibt es viele Banken die Geld ausleihen, dort arbeiten auch viele Menschen um ihr Lebensunterhalt zu bestreiten.

d) In Deutschland gibt es ganz viele Versicherungen, die im Falle eines Unglücks oder Unfall mir Geld geben, um den Schaden den ich angerichtet habe zu bezahlen (weil ich ja arm bin und es selber nicht zahlen kann). Dort arbeiten auch viele Menschen um ihr Lebensunterhalt zu bestreiten.

e) In Deutschland gibt es ganz viele Tankstellen, die mir den Sprit zum Fahren verkaufen. Dort arbeiten auch viele Menschen um ihr Lebensunterhalt zu bestreiten.

f) In Deutschland gibt es ganz viele Gemeinden, Bezirke, Regionen die Steuereinnahmen und Staatsgelder für den Straßenbau brauchen. Wenn ich Sprit kaufe, zahle ich ca. 0,66 Euro Steuer pro Liter. Und dort arbeiten auch viele Menschen um ihr Lebensunterhalt zu bestreiten.

g) In Deutschland gibt es ganz viele Autowerkstätten die mein Auto Warten und Reparieren. Dort arbeiten auch viele Menschen um ihr Lebensunterhalt zu bestreiten.

h) In Deutschland gibt es ganz viele Zulieferer von Ersatzteilen für mein Auto. Dort arbeiten auch viele Menschen um ihr Lebensunterhalt zu bestreiten.

i) In Deutschland gibt es ganz viele Speditionen die die Ersatzteile für mein Auto in die Werkstatt bringen. Dort arbeiten auch viele Menschen um ihr Lebensunterhalt zu bestreiten.

j) Diese Speditionen brauchen die Strassen um Fahren zu können. Aha – Doppelbenutzung der Strassen; siehe Punkt f).

k) In Deutschland gibt es ganz viele Arbeitnehmer, die mit dem Auto auf den Straßen zur Arbeit fahren müssen. Aha schon Dreifachbenutzung!

l) In Deutschland gibt es ganz viele Fahrschulen. Dort arbeiten auch viele Menschen um ihr Lebensunterhalt zu bestreiten.

m) In Deutschland gibt es ganz viel Strassenpolizei. Dort arbeiten auch viele Menschen um ihr Lebensunterhalt zu bestreiten.

… usw., usw., usw….

Bitte, es gibt doch überhaupt kein Grund mich NICHT zu Verschulden. Ich kann das doch meinem Vaterland, meinen Mitmenschen nicht antun – mich NICHT zu Verschulden. Das bisschen Geld was ich noch habe für ein Geschenk für meine Frau auszugeben oder es für schlechte Zeiten zu ersparen ist geradewegs unerhört! Ich muss für die Arbeitsplätze, für das Wachstum, für eine gesunde Inflation mit einer Geldschuld beitragen. Ist ja logisch – unser Staat ist ja auch verschuldet. Hier bitte MUSTERGÜLTIG mein Staat – so ist es richtig!!

das ist pure deutsch Qualität
das ist pure deutsche Qualität

Keine Panik liebe LeserInnen, alles in Butter. Da haben wir noch den BIP = Bruttoinlandprodukt. Das habe ich auch herausgefunden und es hat mich absolut beruhigt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft in einem bestimmten Zeitraum. Und daher sind die paar Schulden halb so wild, denn:

Alles in Butter  - der BIP passt zu den Staatsschulden
Alles in Butter – der BIP passt zu den Staatsschulden

der BIP ist im Verhältnis zu den Staatsschulden super. Darauf komm es an – hurraaa, ich bin ein Vollgenie – das habe ich mir alles selbst beigebracht und weil es mich jetzt so richtig interessiert, such ich Vergleiche im Internet nach : Staatsverschuldung in den EU Mitgliedsstaaten in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). Haha, bin echt ein Bombenmolly, den da gibt es prima Statistiken:

Bist du Wahnsinnig - die Griechen spinnen oder?
Bist du Wahnsinnig – nicht nur die Griechen spinnen oder? Alles über 100% ist Kacke.    Quelle http://de.statista.com/statistik/daten/studie/163692/umfrage/staatsverschuldung-in-der-eu-in-prozent-des-bruttoinlandsprodukts/

 

Leute, Leute – das ist doch der Hammer. Da gibt es einfach Völker, die sich zu teure Autos kaufen, zu sehr Verschulden und nicht die Kohle haben um die Kredite wieder zurück zu zahlen. Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Die blöden Raten mit Tilgung und Zinsen übersteigen meine Möglichkeiten und irgendwann bin ich Zahlungsunfähig. Nein da hört der Spaß auf. Bei aller Liebe zum Vater Staat, das geht mir zu weit. Ich lebe in Kärnten – Hypo sag ich und ein Land, dass Sicherheiten garantiert hat, die Weit über das Volksvermögen lagen – sauber.

Fazit
Ich kauf mir kein neues Auto, ich verschulde mich NIE wieder und ich habe eine Menge über Volkswirtschaft gelernt. Ich bin nun ein, entgegen der Volkswirtschaftlichen Wissenschaft, absoluter Anhänger der Austeritätspolitik. Die Wissenschaft ist ein Instrument um die Realität abzubilden, das habe ich vor vielen Jahren bei meiner Tätigkeit gelernt. Die Politik ist das Instrument, die dadurch gewonnenen Erkenntnisse umzusetzen. Auch das leuchtet mir ein. Aber – ich habe auch einen intuitiven Verstand und der sagt mir, dass es falsch ist zu glauben, es müsse ein beständiges, fortlaufendes Wachstum geben. Ich habe keine Angst vor einer kontrollierten Volksverarmung. Ich habe keine Angst vor einer persönlichen Verarmung, die ich bereits am eigenem Leibe erfahren habe. Es geht um Bescheidenheit und Gerechtigkeit und es geht um ein Umdenkprozess, der sicher mit vielen philosophischen Überlegungen stattfinden muss. Was wollen wir, was brauchen wir, ist das so möglich und was sind wir bereit dafür zu tun. Es wird eine tiefgreifende volkswirtschaftliche Umstrukturierung stattfinden müssen, wenn wir nicht den großen Gau verursachen wollen. Alle bis dato gesetzten Maßnahmen sind Kosmetik, halbherzige Versuche eine malignes Geschwür in Schach zu halten. Das kann und wird nicht funktionieren. Der große Gau ist eine bewerte Möglichkeit – alles kaputt und Neuanfang bis wieder alles kaputt geht. Wie das Leben; Geburt, Aufschwung, Höhepunkt, Abbau und Tod. Das System versucht das sterbende Leben im künstlichen Koma aufrecht zu erhalten. Die Produktivität steht aber nicht im gesunden Verhältnis der Bedürfnisse (Kosten). Sehen wir das nicht ein, kollabieren wir. Es ist nur eine Frage der Zeit – nein, ich kaufe mir ganz sicher kein neues Auto.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.