Bescheiden

Ehrfürchtig und bescheiden die Welt genießen
Ehrfürchtig und bescheiden die Welt genießen

Es gibt eine Bescheidenheit, die an Größenwahn grenzt.
Emanuel Wertheimer (1846 – 1916), deutscher Philosoph und Aphoristiker 

Cooler Spruch oder? Ich lese z.Z. viel. Das hilft gegen zuviel Nachdenken. Wisst ihr, es gibt sehr viel Nachgedachtes wofür es sich lohnt nachzudenken und zwar nicht nur global, sondern bezogen auf die eigene Person. Denkt mal darüber nach, ob ihr angemessen bescheiden seid. Ich habe das für mich getan. Das Ergebnis stimmt tendenziell mit dem Spruch von Wertheimer überein. Zuviel Bescheidenheit ist nicht nur unglaubwürdig, sondern lähmt und nervt ebenfalls. Übertriebene Bescheidenheit ist eine Form von Größenwahn. Eines aber beruhigt mich enorm. Je älter ich werde, desto bescheidener komme ich mir vor. Das hat seine Richtigkeit, schließlich werden ältere Menschen wertloser für unsere Gesellschaft. Sie kosten mehr und leisten weniger – so wie ich. Frauen haben es noch schwerer – sie werden sogar im Alter als unattraktiver empfunden. Was Jobs anbelangt, da sieht es ganz schlecht aus. Wer stellt schon Menschen über 50 ein. Lebenserfahrung und Wissen, also Weisheit, ist weniger gefragt. Im Grunde genommen ist es mehr als verständlich – daher ist es gut mit einer gewissen Ehrfurcht bescheiden zu werden und vieles für sich zu behalten. Vielleicht hat man ab und dann das Glück nach seiner Meinung gefragt zu werden.

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