Die Lustlosigkeit, dein Feind und Helfer

Ein großer Feind von mir ist die Lustlosigkeit. Gut lustlos kann man in vielen Bereichen sein. Konstantin Weckers Lied „wer nicht genießt ist ungenießbar“ bringt es auf den Punkt. Den Text findest du hier 

Da nehme ich mir die zweite Strophe vor. Das ist sehr g´scheit sich damit auseinander zu setzten

„Mich lockt das Ungetane. Und
zum Sterben bleibt noch soviel Zeit.
Die Sattheit, die man uns verspricht,
bezahln wir nur mit Einsamkeit.“

Wer mal viel Geld verdient hat und es auch satt ausgegeben hat, wird irgendwann lustlos und arm.
Wer viel Geld hat, es auch satt ausgibt und immer noch viel Geld hat, wird irgendwann Lustlos und einsam.
Ich gehöre eher zu den „Verarmten“ und das ist gut so. Materielle Bescheidenheit macht das Leben leichter und befreit von großen Lasten. Sonst bin ich sehr unbescheiden!

Klar, viele Menschen haben nicht die Chance in den Genuss der Ungenießbarkeit zu kommen und werden aus Erschöpfung lustlos. Wie auch immer. Schleicht sich die Lustlosigkeit an mich heran, dann erinnere ich mich an meine Kindheit. Wir hatten nicht viel als Kinder. Wir waren aber dafür immer draussen und bewegten uns. Wir erkundeten die Welt, rannten, spielten und träumten von großen Taten.

„Da ist ein Himmel, und der will
schon lange eingenommen sein.
An diesem Höhenflug der Lust
muß ich doch auch beteiligt sein.“

Wir haben viele Kindesträume verraten. Wir versuchen uns Lust und Genuss mit Macht, Geld, Besitztum und Ansehen zu kaufen. Spüre ich wieder, wie sich die mir sehr gutbekannte Lustlosigkeit anschleicht, weiß ich… jetzt wird´s wieder Zeit. Nicht wieder etwas neues erkaufen, nein! Laufschuhe anziehen, oder Kamera umhängen, oder mit Frau raus – es gibt noch soviel zu tun!

 

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