Die Vorteile einer Traum-Lauffrau

Was tun, wenn am Wochenende die Decke ein zu erschlagen droht, wenn 1000 Gedanken ungeordnet im Kopfe herumschwirren? Na klar – keine Frage – Laufen gehen. Tja, genau da liegt das Problem. Lauffrau ist Krank und selber tut Knie weh, d.h., da ist Laufpause angesagt. Essen gehen mag ich nicht, durch die Stadt bummeln auch nicht, hohlen wir uns ein Video kommt bei mir auch nicht an und ganz schlecht ist der Vorschlag: „mach doch ein paar Stabis“. Grantscherben sagt meine niederösterreichische Traum-Lauffrau zu mir, was ins deutsche etwa missmutige Nervensäge bedeutet. Mit hohem Konzentrationsaufwand stelle ich fest, dass ich mich eigentlich so richtig auf das Wochenende gefreut hatte. Was mir nicht gelang war, genau zu eruieren, wann wir das letzte Mal so rein Garnichts an einem Wochenende vorhatten; ich glaube es war im letzten Jahrhundert. So ist das also mit mir, wenn ich nicht verplant bin, weiß ich mit mir nichts anzufangen. OK, daran wird ab sofort gearbeitet, Mann muss sich ja weiter entwickeln! Dann kommt der erlösende Input von Outside, also von Traum-Lauffrau. Wir fahren zum Loiblpass hoch und wandern ein Stück. Ja, diese Idee hätte auch von mir kommen können. Da haben wir frische Luft und Sonne, können miteinander reden, ich kann meine Fotos machen, wir haben unsere  Bewegung und schön ist es auch. Ich kann nur jedem Mann raten, sich so einer fantastischen Traum-Lauffrau anzuschließen. Vom Grantscherben bin ich schnell zum lieben Trottel mutiert, meine ungeordneten Gedanken sortiert, trotz Knie weh rausgekommen und … ohne sie, geht’s gar nicht mehr!

Loiblpass Kärnten
Am Loiblpass – Januar 2013

 

 

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