Doping – die Geschichte – die Motivation

Geschichte des Dopings

Aus aktuellem Anlass, ganz interessant. Gedopt wurde schon immer, nur in der Antike bis noch vor gar nicht so langer Zeit war es kein Vergehen. Heutzutage wird Doping nur noch von entweder geistig sehr eingeschränkten Menschen oder von mit Größenwahn behafteten Narzissten betrieben. Wer glaubt, dass dieses Phänomen nur im Leistungssport stattfindet, täuscht sich. Minderwertigkeitsgefühle, Liebes- und Beziehungsarmut, Leistungsorientierung und fehlende Sinngebung sind einige der Hauptgründe zur Kompensation durch leistungssteigernde Drogen. Die Motivationstriebe sind leicht nachvollziehbar. Alle aufzuzeichnen würde den Rahmen sprengen, daher hier nur drei:

Der Beste zu sein
In meinem Beitrag  Der Beste habe ich bereits die Persönlichkeitsstruktur beschrieben, die als Haupttriebfeder für Doping gesehen werden kann. Sämtliche rationale Vernunft wird von solchen Menschen ausgeblendet. Ebenfalls spätere Konsequenzen und Folgen der verbotenen oder gar strafrechtlichen Handlungen vollkommen ignoriert. Die Fälle Höneß, Wulff, Armstrong, Pistorius etc. sind Paradebeispiele dafür, wie verbreitet diese Eigenschaft in unser Gesellschafte ist. Diese Menschen können hochintelligent sein, was sie nicht daran hindert zu glauben, dass ihnen nichts passieren wird. Die Allmachtsfantasien und Überlegenheitsgefühle sind derart krankhaft ausgeprägt, dass jegliche Vernunft außer Kraft gesetzt wird.

Unscheinbar sein
Es muss furchtbar sein, im Leben ständig übersehen zu werden. Weder in der Familie, noch im Alltag oder der Arbeitsstätte aufzufallen, ein trauriges dahinvegetieren ohne das Gefühl zu haben geliebt oder gebraucht zu werden, ist sicher sehr grausam. Ich hatte eine Bekannte die mir mal verriet sie fühle sich so ungesehen, dass nicht einmal wenn es regne sie nass werden würde. Ich denke da an einige Sportler, die es mit Hilfe von Doping zu außerordentlichen Leistungen gebracht haben um aus dieser traurigen Situation zu entkommen.

Suchtcharakter
Sucht ist so alt wie die Menschheit. Sucht dient als Kompensationsmechanismus für viele Defizite in unserem Dasein. Drogen und Doping sind kaum voneinander trennbar, wobei die Komplexität der Suchtproblematik sehr weitreichend ist. Auf  die Problematik der Bewusstseinsänderung durch Suchtmittel werde ich hier nicht eingehen sondern eher auf Sportbezogene Suchtmechanismen.  Zum Beispiel liegen bei Essstörungen in den unterschiedlichsten Erscheinungsformen wie, Bulimie und Anorexie und Adipositas völlig unterschiedliche Entstehungsmerkmale und Grundvoraussetzungen vor. Im Sport, vor allem im Ausdauersport finden wir sehr viele magersüchtige Sportlerinnen. In anderen Disziplinen sind die bulinmischen Störungen häufig vertreten. Ich kenne keine Forschungsergebnisse bezüglich eines Zusammenhanges zwischen Essstörungen und Doping im Sport. Ich glaube es wäre interessant sich damit auseinander zu setzten. Was es aber schon gibt ist die sogenannte Anorexia Sportiva, die spezifische Sportmagersucht.
Ich persönlich neige dazu, die gesamte Palette der Nahrungsergänzungsmittel als Suchtpotential und Dopingverdächtig zu bezeichnen. Gib mir etwas um stärker, schneller, besser als die anderen zu werden. Die Grenze des erlaubten und zugelassenen Mittel zum Dopingmittel ist sehr schwammig, die Motivation diese zu sich zu nehmen hingegen ist identisch; ein Wundermittel für mich! Hier erkenne ich sehr viele hobby- und ambitionierte Sportler wieder. Auch diese greifen gerne zu unerlaubte leistungssteigernden Mitteln, koste es was es wolle.

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