Doping – persona non grata in London

 

Creme de la Doping-Creme?
Creme de la Doping-Creme?

Das Männer- und Frauenfeld bei dem diesjährigen Marathon ist die Creme de la Creme der Langstreckenszene. Unter den Top-Elitefrauen ist Aselefech Mergia die äthiopische Ausnahme unter de Kenianerinnen. Bei den Männern ist es noch krasser. Sechs Kenianer an der Spitze. Dennis Kimetto, Wilson Kipsang, Emmanuel Mutai, Geoffrey Mutai, Eliud Kipchoge, Stanley Biwott. Alle mit Bestzeiten unter 2:05. An der Spitze Kimetto, der mit seiner Fabelzeit 2:02:57in Berlin mit seiner Aussage in der Pressekonferenz am Donnerstag alle überrascht hat. „Meinen ersten Wettkampf bestritt ich 2012, es war ein Halbmarathon“. Ok, jeder der von Marathon -Training etwas versteht, versteht das nicht. Gut, ich verstehe eigentlich vieles nicht. Früher, als die Marathon-Topläufer eine lange Entwicklung durchschritten um die Königsdistanz unter 2:08 zu bewältigen verstand ich das. Sie kamen von der Bahn oder vom Crosslauf und trainierten jahrelang für die Marathonreifeprüfung. Dem einzigen vom Saterfeld dem ich das abkaufe ist Kipchoge. Die anderen…???

Dann passiert was während der Pk-Männer.  Hajo Seppelt, der ARD Dopingaufdecker, stellt drei Fragen zum Thema Doping an die sechs Topathleten. Der Moderator blockt ab. Hajo reagiert sehr aggressiv, die Athleten rollen die Augen. Der Moderator weist darauf hin, dass die Athleten für Einzelinterviews nach der PK zur verfügung stehen. Hajo wird noch aggressiver, der arme Kerl bekommt nicht die Bühne die er haben möchte – er ist ja der Dopingskandalsuperüberjournalist – sieht es den keiner? Ich habe ihn auch schon gefressen. Es geht ihm nicht so sehr um die Sache, sondern mehr um seine Reputation und… ein guter Journalist stellt niemals drei Fragen mit bebender Stimme gleichzeitig, sondern nur eine einzige Frage! Die Chance über Doping zu reden wurde somit verpasst. So blieb der unsichtbare Dopingelefant im Raum hängen, erdrückend und unantastbar, weil ein egomanischer Selbstdarsteller sich wie der Elefant im Porzellanladen aufgeführt hat. Schade!

Danach habe ich mich mit Freunden, Kollegen und anderen Insidern konspirativ unterhalten. Es passiert ziemlich viel hinter den Kulissen. Gerüchte ohne Ende, die ich natürlich hier nicht wiedergebe. Ich deute nur an, dass Lance Armstrong ein Weisenknabe ist, wenn nur die hälfte davon stimmt. Ich liebe dieses Theater und fühle mich sehr lebendig, wenn ich meinen fachmännischen Senf dazugebe. Dabei habe ich echt keine Ahnung was wirklich im Laufsport abgeht, außer, dass ich niemandem mehr traue und gelogen wird. Es geht um viel Geld. Die Leidenschaft für den Marathon ist leider schon längst Geschichte. Da sind mir die Ottonormalläufer tausendmal lieber. Jeder ist ein Champion, außer den Pofi-Champions. ich glaube sie tragen nur bedingt die Schuld. Es sind die raffgierigen Manager, oft die korrupten Verbände und die Selbstdarsteller die alles kaputt machen. Aber mich stimmt die Masse wieder positiv und so werde ich morgen den Tag genießen. Hoffe ich mach ein paar coole Fotos 🙂

 

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