Du kannst und du darfst aufhören

Jeder kennt den Spruch „gib niemals auf“. Diese Lebensstrategie findet sich in den meisten Lebensbereichen als besonders wertvoll wieder. Wir verbinden Erfolg mit der „never give up“ Strategie, da viele Erfolgsgeschichten in heroischer Manier über den schweren, steinernen Weg berichten. Ich denke, es ist nicht die Regel für den garantierten Erfolg, es ist aber emotional wirkungsvoller auf diese Weise zu berichten. Wir lieben Attribute, die mit Kampfgeist, Überwindung, Anstrengung, Glaube, etc. assoziiert werden können und noch besser ist es, wenn wir nach langem mühsamen Kampf als Sieger, trotz widriger Lebensumstände, hervorgehen.

Ich gebe nicht grundsätzlich auf, aber ich höre mit vielen Dingen auf. Sei es, weil ich nicht weiterkomme, kein Interesse mehr habe oder einfach merke, dass ich mich verrannt habe. Ich muss weder der Welt noch mir beweisen, dass im Recht war, bin und sein werde. Das was ich anstrebe ist zu lernen und zu erfahren. Danach möchte ich handeln; kreativ, frei, vielleicht sogar unkonventionell! Ich bin sehr stolz, wenn ich es schaffe doch ab und zu „aufzugeben“. Ich behaupte, dass das Aufgeben nicht immer als Schwäche bewertet werden sollte, sondern als eine durchaus sinnvolle, zusätzliche Handlungsweise in Betracht gezogen werden sollte.

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