Gedanken am Brombachsee

Franz Kafkas „Der entscheidende Augenblick“ gibt mir trotz oder gerade weil Kafka schrieb:

Mit Bruderherz
Mit Bruderherz „Wolle“ am Brombachsee – da kommen so manche Gedanken in den Sinn

„Der entscheidende Augenblick der menschlichen Entwicklung ist immerwährend. Darum sind die revolutionären geistigen Bewegungen, welche alles Frühere für nichtig erklären, im Recht, denn es ist noch nichts geschehen.“

recht viel Zuversicht.

Es tut so gut sich mit Menschen zu umgeben, die
Es tut so gut sich mit Menschen zu umgeben, die „den entscheidenden Moment“ zulassen

Das gilt doch sicher auch für einfachstrukturierte Menschen wie mich und solche um mich herum zu, denn die sind mir am Liebsten. Die komplexeren Menschen, die keine Sekunde lang zögern ihre geistige Überlegenheit zur Schau zu stellen, die beispielsweise uns mit einem suffizienten Lächeln spüren lassen, dass sie eigentlich auf allen Ebenen der Entwicklung weit überlegen sind, tadel- und fehlerlos Vollidioten wie wir sie sind, auf dieser Erde dulden müssen, die… ja die haben es nicht mehr nötig sich weiter zu entwickeln. Laut und schrill jauchzen sie, „hört her hört her ihr Dummen, ich habe euch zu Sagen!“ Die Konsequenz ist, dass sie „den entscheidenden Moment“ immer verpasst haben und damit überhaupt keine Entwicklung erfahren haben – bei denen ist im Leben schon alles geschehen und somit sind sie im Unrecht! Wie gut im entscheidendem Moment Lust, Liebe, Freude, Zärtlichkeit, Wut, Angst, Trauer, Verzweiflung, Fürsorge, Wärme, Nähe … immerwährend zu erfahren. Wie gut revolutionäre geistige Bewegungen in sich zu tragen, welche alles Frühere für nichtig erklären. Wie gut im Recht zu sein, denn es ist noch nichts geschehen. Bei den Vollentwickelten umso mehr – sie werden einsam und verlassen zugrunde gehen.

Danke für die vielen Augenblicke
Danke für die vielen Augenblicke

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