Innere Ordnung

Das Herz am rechten Fleck haben; „to have one’s heart in the right place“; „tu corazón está en el lugar adecuado“.

vor 7 Jahren kam ich hier zum ersten mal vorbei - es ist viel passiert seit damals - die Schönheit des Ortes ist geblieben
vor 7 Jahren kam ich hier zum ersten Mal vorbei – es ist viel passiert seit damals – die Schönheit des Ortes ist geblieben

Für mich ist das schon eine Grundvoraussetzung für eine Innere Ordnung. Esoterisch könnte man auch von „Grounding“ also Erdung sprechen. Es lassen sich viele unterschiedliche Lehren auf diese Ebene Übertragen. Es geht letztendlich um Lebensglück. Die Sehnsucht nach innerem Glück und Stabilität gegenüber Alltagsbelastungen ist in unserer Zeit nicht gerade unterrepräsentiert. Mag sein, dass das Geltungsbedürfnis uns einen Strich durch die Rechnung macht. Wir suchen ständig nach Aufmerksamkeit und gehen nicht selten weit über unsere Grenzen hinaus, um diese zu bekommen. Aber was hat das mit unserem Herzen zu tun? Ich denke es verschiebt sich vom rechten Fleck. Diese Verschiebung bringt uns durcheinander. Wenn das Herz nicht am rechten Platz ist, verlieren wir die Referenz für unsere Überzeugungen und Werte. Wir heben ab, verlieren unsere Erdung. Das Herz am rechten Fleck zu haben, bedeutet gleichzeitig ein Band zu besitzen, dass unsere Blumen zu einem Strauß zusammenhält – oder eine Innere Ordnung garantiert. Ohne Band sind die einzelnen Blumen zwar schön und jede für sich bedacht aufzufallen. Sie werden zu Einzelkämpferinnen und konkurrieren untereinander, ohne zu merken, wie sehr sie sich dabei verausgaben. Das harmonische Gesmtbild eines gebündelten Straußes, dass Klarheit, Einigkeit, Kraft, Gemeinschaft, Freude, Glück und letztendlich Geborgenheit und Liebe bedeuten, verfällt zunehmend. Das geschieht solange, bis die Blumen verwelken und vor Einsamkeit sterben. Nichts spricht dagegen, ab und dann das Band zu lockern um die Blumen neu anzuordnen. Nur verlieren sollte man sich dabei nicht.

Für die Wiederherstellung der „Inneren Ordnung“ ist aus meiner Sicht die Besinnung auf Grundfragen wie:  „wo ist mein Herz?“ und „wie bekomme ich es wieder dorthin, wo es hingehört, wenn es sich verirrt hat“ von großer Bedeutung.

Ich stelle mich diesen Fragen seit jeher. Zugegeben, sie sind nicht immer gerade angenehm und mitunter schmerzhaft belastend. Eine Garantie, dass ich mein Herz am rechten Fleck trage, ist das bei Gott nicht. Zumindest kann ich behaupten – ich habe mich bemüht.

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