Mit Anstand

Viele Dinge gehen im Leben anstandslos über die Bühne. Die Doppeldeutigkeit ist eindeutig. Einerseits die Anstandlosigkeit aus der Beanstandung, andererseits die, die aus dem Anstand herrührt.  Ich liebes es parabolische Betrachtungen anzustellen. Sie zwingen mich über mein Verhalten zu reflektieren.


Anständig zu sein, ist nicht immer ganz einfach. Gewiss, die gute Erziehung hat auch bei mir Spuren hinterlassen, daher meine ich behaupten zu können, überwiegend anständiges zu tun. Die dunklen Seiten meiner Seele – ich hätte schon Lust den Einen oder Anderen so richtig zu vermöbeln – bleiben hübsch unter der Kontrolle des moralisch-ethischen Zensurmechanismus (habe sehr lange nachgedacht, wegen Genitiv von Mechanismus 🙂 ). Demnach ist heute wieder so ein Tag, bei dem anstandslos ein sehr unanständiges Ereignis stattfinden wird… eigentlich eher zwei solcher Ereignisse! Sicher habe ich damit nichts mehr zu tun, nur leider ist meine Altersdemenz noch nicht weitergeschritten genug, um auch hier den Mantel der Vergessenheit wirkungsvoll darüber legen zu können. So werde ich gespannt meine innere parabolischen Konfliktproblematik beobachten und hoffen, dass ich anstandslos die Unanständigkeit so mancher Idioten anständig überstehen werde. Vielleicht gibt es noch überraschenderweise ein Wunder. Ansonsten bliebe ja noch die alte Methode Dinge zu regeln; aber die ist wirklich sehr, sehr unanständig. Das ist die Aufgabe der letzten Instanz, kurz bevor man das Zeitliche segnet. Ab in die Hölle mit euch – der Teufel in mir wartet schon auf euch! Ich verspreche euch, ich werde euch äußert anständig Anstand beibringen.

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