„Sag mir wo die Blumen sind“

„Sag mir wo die Blumen sind“. „Where Have all the Flowers Gone“

Ich sag dir wo deine Blumen sind
Ich sag dir wo deine Blumen sind

Werte sollten lebendig bleiben. Ich erinnere mich sehr genau an jenes Konzert von Joan Baez in München. Gemeinsam mit meinen Freunden Ali und Bine fuhren wir von Stuttgart zur Olympiahalle nach München, um unter anderen Songs auch dieses zu hören. Bob Dylan, Bruce Springsteen, Marlene Dietrich, Hildegard Knef, Nana Mouskouri und wohl einige weitere Millionen haben diesen Song gesungen. Unsere Generation folgte der flower power Generation. Wir waren voller Träume und Ideale, wollten die Welt verändern.

Heute, wenn ich meine Mitmenschen betrachte, die Songs und die Fernsehsendungen verfolge, dann frage ich mich wirklich „where have all the flowers gone“. Dann aber richte ich mein Augenmerk auf die Jugend. Ja, sie sind anders als wir es waren und sie handeln auch nicht so wie wir es taten. Aber im tiefsten inneren sind sie die Gleichen. Sie haben Ideale und Werte und vielleicht verstecken sie diese vor uns. Jeder sollte sich fragen warum sie es tun.

Meine Antwort auf „sag mir wo die Blumen sind“ ist:
Meine Blumen sind lebendiger denn je. Öffne deine Augen Horst, schau dir deine Umwelt an. Richte nicht um zu verurteilen, dass ist zwar Zeitgeist, macht aber deine Blumen kaputt. Wenn jeder von uns etwas mehr auf seine eigenen Blumen achten würde, dann hätten wir weniger Grund auf die eigene und die Dürre unsrer Mitmenschen hinzuweisen. Als Jugendlicher dachte ich es sei wichtig zu protestieren und Jugendliche sollten es auch weiterhin tun. Der Garten von Jugendlichen ist noch im Entstehen. Daher brauchen sie andere Vergleiche und Referenzen um diesen zu gestalten.
Wenn Erwachsene sich gegenseitig den Schädel einschlagen, dann deswegen, weil sie ihren Garten vernachlässigt, verloren oder nie besessen haben. Wir hätten eine viel wirkungsvollere Veränderungswaffe, wenn es uns gelingen würde, unseren eigenen Garten pflegen zu dürfen. Suchen wir die Blumen in uns und schenken die Freude, die Kraft, die Liebe und die Zuversicht den armen Blumenlosen Menschen weiter. Unsere Blumen dürfen wir nicht hergeben – die brauchen wir! wie ich am Anfang sagte: Werte sollten lebendig bleiben. Hass, Neid, Vergeltung sind wie Ungeziefer, die unseren Garten, falls er noch vorhanden ist, zerstören.

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