Sex am Arbeitsplatz / Teil 1

Ein heisses Thema. Aber was meine ich mit Sex am Arbeitsplatz? Nicht das wilde Treiben in Krankenhäusern zwischen Ärzten und Schwestern. Das sind ja nur Klischees! Sind es nicht, schließlich ist es mein Metier gewesen – ich meine die Krankenhäuser – nicht der Sex mit Krankenschwestern und Mitarbeitern – bin ja auch kein Arzt. (Ist ein Scherz liebe Ärzte und Ärztinnen) 😉

Was ich meine ist die menschliche Interaktion, die durch die sexuelle Anziehung am Arbeitsplatz  stattfindet. Sie spielt eine ungemein wichtige Rolle auf allen Arbeitsebenen. Aber wehe, man spricht diese Thematik an. Ich habe nie verstanden, warum unsere Arbeitswelt gegenüber Sexualität derart verkorkst ist. Wir diskutieren die Problematik der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz. Das hat was mit Schuld und Perversion, meistens der Männer, zu tun. Das ist verwerflich, krank und gehört bestraft. Sollten Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter tatsächlich sexuell massiv belästigt werden, dann ist es selbstverständlich zu unterbinden. Oft ist aber die Vorgeschichte und Konstellation am Arbeitsplatz anders gelagert. Sexualität ist ein gewaltiges Machtmittel, dass so manchen Menschen im Berufsleben das Genick gebrochen hat. Was mich so sehr wundert, ist die Tatsache, dass es kaum Fort- und Weiterbildungen über diese Thematik auf Unternehmensebene gibt. Werde wohl was da ausarbeiten. Es würde mich sehr interessieren, wie viel Schäden den Unternehmen erspart blieben, würden sie dafür Verständnis und Geld investieren. Aber nein, darüber spricht man nicht – das hat man im Griff zu haben! Und horstl behauptet – das haben MÄNNER & FRAUEN ganz und garnicht im Griff!

Logisch – Schöngeisthorstl hat auch darüber sehr viel nachgedacht und folgende Fragestellung aufgeworfen:

Was mache ich, wenn mich jemand am Arbeitsplatz sexuell sehr antörnt?

Einige stehen ganz offen dazu und finden es super, wenn sie dauernd Kollegen oder Kolleginnen anmachen. Die legen es regelrecht an, alles anzubaggern was ihnen in die Quere kommt. Auf diese Gattung gehe ich hier nicht ein – weil indiskutabel und widerlich.

Wesentlich spannender sind diejenigen, die alles tun um ihre Gefühle zu unterdrücken und abzustreiten. Ich habe einige Argumente gesammelt um sich ja nicht auf diese Frage einzulassen:

  • In der Arbeit geht es um Arbeit und nicht um Sexualität
  • Ich kann Arbeit und Privatleben trennen
  • Ich bin glücklich in meiner Beziehung und brauche das nicht
  • bin ja nicht Sexgesteuert
  • Ich habe Familie
  • Ich habe das im Griff
  • Ich stehe ja über diesen Sachen
  • mir würde sowas nicht passieren
  • ich liebe mein(e) Partner / Partnerin
  • das geht niemanden was an

Wie würde ich diese Frage beantworten? Ja, zugegeben – ich habe früher oft obige Argumente verwendet. Das war einmal vor 10 Jahren oder so. In den letzten Jahren habe ich mich komplett umorientiert. Wie, das sage ich im nächsten Beitrag 🙂

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