Sex am Arbeitsplatz / Teil2

So und nun folgt Teil 2, in dem ich die Frage beantworte:

Was mache ich, wenn mich jemand am Arbeitsplatz sexuell sehr antörnt?

Ich genieße es erstmal. Mein Gott gibt es sexy Wesen auf dieser Welt. Ich gestehe es mir zu, diese Augen, dieser Mund, diese Aura, dieser Zauber, diese Stimme und Geruch sind betörend. Ganz ehrlich, ich versuche es erst gar nicht die göttliche Wirkung auf mich zu unterdrücken. Wer glaubt, dass ich deswegen ein perverses Würstchen bin, ist arm. Warum müssen wir uns so verstellen. Es ist doch gut, wenn wir lebendig bleiben und unsere Triebe nicht verleugnen. Zu diesem Zeitpunkt habe ich diese anziehende Person weder belästigt, abgewertet noch irgendjemand hintergangen oder gar betrogen. Ich habe lediglich die Wirkung auf meine eigene Person, die nun mal da ist, zugelassen. Was bringt mir das? Ich kenne und bekenne mich zu meinen Wahrnehmungen und Gefühlen. Ich weiß, dass ich von dieser Person begeistert bin und so kann ich mir genau überlegen wie damit umgehe. Außerdem sollte ich mir genau überlegen wie ich mit dieser Person umgehe. Es ist doch gut, wenn ich mir sehr bewusst mache, was mit mir gerade passiert. Meine Art ist die des Zulassens der ersten Wirkung. Leider gibt es Menschen unter uns, die damit überhaupt nichts anfangen können. Sie schämen sich und tun alles was mit Sexualität zu tun hat weit von sich weisen. Sie empfinden das als Betrug an den Partner oder als krankes verwerfliches Verhalten. Das ist aus meiner Sicht höchst problematisch. Das entscheidende ist mein weiteres Verhalten in dieser Situation, nicht meine inneren Regungen!!! Jetzt kommt es wirklich darauf an sehr klar zu sein, denn gerade hier sehe ich extreme Schwächen in unserem Verhalten an Arbeitsplätzen. Wir können mit der Wirkung von Sexualität ganz schlecht umgehen.

Ich spreche das direkt an. Ich mache das, weil ich überzeugt bin, dass meine Faszination in irgend einer Weise ohnehin von meinen Mitarbeitern bemerkt wurde. Also sage ich z.B. , „wow – du bist eine sehr interessante Frau“. Das was ich sage, passt zu meinem Empfinden. Dadurch wirke ich authentisch und geradlinig. Das ist nicht anbaggern, denn ich sage nicht „ich will dich rumkriegen oder haben“. Das will ich ja auch nicht! Das Aussprechen vorhandener Gedanken ist aus meine Sicht wichtig. Idealerweise kommt ein „Danke“ als Reaktion, was auch am Häufigsten der Fall ist. Ich habe dadurch die Erfahrung gemacht, dass die Spannung an beiden Seiten nachlässt. Was in der Luft liegt wurde ausgesprochen und geklärt, es herrscht Klarheit. Es kann aber auch sein, dass man eine auf den Deckel kriegt. In dem Fall muss man sehr vorsichtig um Entschuldigung bitten und versichern, dass man es nicht böse und als billige Anmache gemeint hat, sondern als Feststellung ohne Hintergedanken. Und genau darum geht es  – ohne Hintergedanken! Was meine ich damit? Ich meine, ich gestehe mir zu – in meinem Falle Frauen, nicht alle – als absolut faszinierend und sexuell attraktiv wahrzunehmen ohne sie besitzen zu wollen. Wenn ich es mir eingestehe, geht es mir viel besser, als wenn ich mir krampfhaft versuchen würde einzureden, dass ich keine Augen, Nase und Ohren für andere faszinierenden Menschen auf dieser Welt hätte. Was gibt es schöneres als sagen zu können, „ich finde dich toll und attraktiv“ Natürlich sollte die Wortwahl entsprechend feinfühlig und situationskonform gewählt werden. Es ist aus meiner Sicht und in meinem Verständnis die ehrlichste Weise jemanden Achtung und Anerkennung, vorausgesetzt man empfindet auch so, entgegen zu bringen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei mir diese Menschen, nach dieser Klärung, sehr bald keine sexuelle Reize mehr auslösen. Es bleibt eine gewisse Bewunderung und Freude sie zu sehen und sie um mich zu haben, mehr aber auch nicht.

Verlogen und schlichtweg falsch wäre es zu sagen, „ich freue mich dich in meinem Team zu haben, endlich jemand der mir zur Seite steht… wir werden gut miteinander auskommen… wir müssen uns täglich zusammensetzen um die Abläufe zu besprechen…, etc.“, und das mit vielen Hintergedanken. Klingelt es? Genau, das ist eher die Regel in unseren Betrieben. Verklemmte Verlogenheit, versteckte Anmache. Verdrängung der Realität führt zu verkrampften Begehrlichkeiten. Du verarscht nicht nur dich, sondern alle anderen auch. Sogar die, die du liebst. Die Gefahr ist groß, dass irgendwann, wenn keine Affäre daraus wird, es zu einer berechtigten oder unberechtigten Anzeige wegen sexueller Belästigung kommt. Es gibt wie immer lauter Verlierer. Das Problem ist, wir lernen nicht darüber offen miteinander zu reden. Einige Ideen dazu hätte ich ja. Das werde ich im letzen Teil vorstellen.

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