VerGeBlendet

Bereits als Kind riss ich die Augen auf, den Blick zur Sonne gerichtet. Den stechenden Schmerz der Helligkeit nahm ich gerne in Kauf. Mich faszinierten die Bilder, die Kontraste der Konturen und die Farbenkompositionen. Das Licht brannte sich in meine Netzhaut ein, grelles Weiss und dunkle Schatten im Wechselspiel. Danach schloss ich die Augen und wunderbare Gemälde entstanden in meiner Vorstellung.

Ich lasse mich gerne blenden - nicht nur von der Sonne
Ich lasse mich gerne blenden – nicht nur von der Sonne

Heute fotografiere ich sehr gerne gegen das Licht. Erst beim Entwickeln weiss ich, welche Bilder sich in meiner Wahrnehmung eingebrannt haben. Sie verändern sich mit der Zeit oder ich verändere mich oder beides. Ich gebe ganz offen zu – ich lasse mich gerne vom hellen Schein blenden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.