Ein rauchender Gesundheitsminister

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Der derzeitige österreichische Gesundheitsminister raucht. Laut eigener Aussage schafft er es leider einfach nicht das kleine Laster abzulegen. Aber jeder hat ein Laster und seines ist Rauchen – meint er.

Hier ein paar harmlose Fakten, die zwar sehr veraltet sind, aber es erscheint mir fair, nicht die wirklichen aktuellen Zahlen für Österreich hier zu präsentieren.

Wien 2018 – Rauchen kostet viel Geld: Damit ist nicht nur der Preis für Zigaretten gemeint, auch die Folgen der Nikotinsucht schlagen sich in den Kosten der Volkswirtschaft nieder.

2,4 Milliarden Euro pro Jahr beträgt der volkswirtschaftliche Schaden, wie eine Studie des Institutes für Höhere Studien (IHS) ergeben hat.

„Rauchen ist für 16 Prozent der Sterbefälle in Österreich verantwortlich“, sagt Studienautor Thomas Czypionka. Darunter seien auch 230 Tote pro Jahr infolge von Passivrauchen, inklusive elf Kindern unter einem halben Jahr.

Also ganz ehrlich, was soll das Getue um so ein klitzekleines Laster wie Rauchen, soll doch der Gesundheitsminister sich keine Sorgen machen. Er muss ja nicht unbedingt als Vorbild für die Bevölkerung wirken. Was ist da schon dabei, wenn die oberste Vertretung im Gesundheitswesen Nikotinsüchtig ist. Das hat nichts zu bedeuten, eine Lappalie sozusagen. Läppische 16% der Todesfälle, 230 Tote pro Jahr durch Passivrauchen, 2,4 Milliarden Euro Kosten, das ist doch absolut lächerlich.

Ich frage mich, wohin das alles führen wird. Wenn der Minister nur einen Funken Anstand und Verstand besitzen würde, dann müsste er sofort mit dem Rauchen aufhören. Wir leben in einem Zeitalter, bei dem es mehr denn je wichtig ist, politische Haltung und Verantwortung zu wahren. Kleine Laster wie eine Nikotinsucht zu bagatellisieren ist eines Ministers unwürdig.

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