Geschichten sind das Leben

nichts zu tun und viele Geschichten

Was ist los mit dir. Tag für Tag vergeht und was passiert? Früher waren die Tage länger und doch kürzer. Jetzt bist du am Punkt zugeben zu müssen das du nichts Sinnvolles zu tun hast. Schauen wir mal auf Instagram oder Facebook nach, denn die Emails werden weniger. Ich meine die relevanten, nicht die Newsletter und Werbung Emails. Die geben dir wenigstens den Eindruck das du nicht ganz von der Welt da draußen abgeschrieben worden bist. Vielleicht solltest du nach der Gitarre greifen und ein paar Akkorde spielen. Du kannst auch testen ob deine Stimme noch nach was klingt. Mein Gott, wie lang ist es her?

Da habe ich gelesen, dass nach der Angst immer die Depression kommt. Corona, immer und immer wieder Corona. Du hast sehr viel in deinem Leben gelernt und wahrscheinlich noch mehr gemacht. Natürlich ist der Spruch mit der Angst und der Depression ein absoluter Schwachsinn. Aber willst du dich überhaupt darüber aufregen? Es wird soviel Schwachsinn geredet. Hör doch lieber Musik. Du hast so eine geile Anlage, nein, nicht so eine für die Glotze mit Dolby und Kinosound. Gut, so eine hast du auch, von Sonos. Für Filme super, für Musik eine Katastrophe. Ich meine so eine richtige Stereo Hi-Fi-Anlage mit richtigen Boxen, die mal ein Schweinegeld gekostet hat. Ok, das mit dem Plattenspieler halte ich für Schwachsinn. Da ist das streamen mit einem guten Gerät, z.B. von Linn, tausendfach besser; läuft gerade, cooler Sound muss ich schon sagen. Damals, als ich noch selber Verstärker und Boxen für die Partys gebaut habe, hatten wir sowas noch nicht. Dafür waren wir laut wie die Sau. Die pure Verzerrung mit 2x400W Sinusleistung und gute 550W Musikleistung, dabei war der Klirrfaktor verehrend. Mindestens zwei Verstärker, selbstgebastelt natürlich, Lichtorgeln, auch selbstgebastelt und logisch zwei Plattenspieler mit jede Menge Singles. Das waren Partys und danach wusstest du nicht was dich mehr fertiggemacht hat, der Lärm oder die Mädels beim Tanzen oder doch der Alkohol. Wahrscheinlich war es die Kombination. Egal, das war einmal. Heute ist die Mähne eine Glatze, die Stereoanlage qualitativ top, das Leben weit vorangeschritten und das Ego ein für alle Mal gebrochen. Was bleibt ist die Dankbarkeit nicht am Leben zerbrochen zu sein. Es war viel, wahrscheinlich zu viel. Es war aufregend und aufreibend. Heute, so voll von Wissen, Erfahrungen und Geschichten sind die Tage lang. Wem sollte ich was erzählen, wer will von mir was hören? Damals hörte ich den alten Deppen auch nicht zu. Die Alten sprachen vom Krieg, von Hunger und Tod. Sie hatten nichts und dann, ja, dann kam der Wohlstand. Du hast den Wohlstand gehabt und jetzt musst du dich fragen, ob du bald nichts haben wirst. Was soll’s, früher waren die Tage länger und doch kürzer. Geschichten gibt es in jedem Leben. Das schönste am alt werden ist, dass du ständig Zeit hast, um zu stänkern. Echt, du bekommst automatisch die offizielle Stänkererlaubnis, die dich berechtigt über die ganzen Arschlöcher da draußen herzuziehen. Ich hatte vor kurzem eine Mitarbeiterin, die geglaubt hat, sie habe das Recht über mich alter Sack zu stänkern. Deswegen habe ich hatte, geschrieben. Das hat die dumme Kuh davon. Ich gebe das so hier weiter, weil sie es so empfunden hat. In USA haben die auch solche stereotypischen Vorstellungen von uns alten Säcken, vor Allem in deutschsprachigem Raum. Sie hasst mich jetzt. Die Wahrheit ist, dass ich ihr nur deutlich gesagt habe, dass sie ihr Arsch bewegen, weniger rumlabern und mehr leisten soll. Ist doch voll in Ordnung, oder? Labern kann man, wenn man ein Blog betreibt, ein Podcast macht und ein alter Sack ist. Wenn man für Arbeit bezahlt wird, dann geht das nicht, da muss man ran; haben wir ja auch tun müssen. Ok Leute, jetzt muss ich mich ausruhen, ein Mittagsschläfchen machen. Mal schauen was wir danach alles so anstellen können. Früher waren die Tage länger und doch irgendwie kürzer.

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