Mikrofone machen den Ton

Zurzeit habe ich viel mit Ton zu tun. Im Rahmen der ganzen Videoproduktionen kämpfe ich damit, einen passablen Ton zu zaubern. Da alles jetzt virtuell abläuft, habe ich wenig Chancen meine Mikrofone an Ort und Stelle einzusetzen. Der Qualitätsverlust durch die Onlineübertragungen ist sowieso sehr dürftig. Trotzdem hört man deutliche Unterschiede zwischen den TeilnehmerInnen. Auch im Hinblick auf die vielen Videokonferenzen und der zunehmenden virtuellen Kommunikationen, sollte man sich über den GUTEN TON gedanken machen.

Ich habe vier verschiedene Varianten gewählt.

  • USB – Auna MIC CM 900 ->  ist mit ca. 85€ recht preisgünstig; hat Studioqualität.
  • AirPods Pro von Apple -> schweineteuer, Bluetooth-Anschluss.
  • Sennheiser Momentum 2 -> schweineteuer, weil das eigentlich eher ein HiFi Köpfhörer ist, der aber auch Mikrofonfunktion hat, Bluetooth-Anschluss.
  • Rode-NT-USB -> auch nicht gerade billig mit ca. 150 €; selbstverständlich Studioqualität.

Als erstes Testaufnahmen aller Modelle direct am Mac mit dem QuickTime-Player.

Auna MIC CM 900

Den habe ich schon sehr lange. Ein Superteil, den ich nur empfehlen kann. Wer viel Multimediazeug machen will, ist mit dem gut bedient. Damit lassen sich hochwertige Soundtrakcs erstellen. Der Mic. ist vernünftig in der Ausstattung und gut verarbeitet. Vom Ton ist er klar und neutral. Die Stimmen werden sauber und glasklar wiedergegeben

Ich würde jederzeit mir den wieder zulegen.

Airpods Pro

Zugegeben die sind sehr praktisch und einfach in der Bedienung. Zum Hören und Telefonieren sind sie auch ok. Aber die Tonqualität des Mikrofons ist einfach miserabel. Das liegt sicher daran, dass das Mikrofon am Ohr den Sprachton nicht wirklich gut empfangen kann. Wer diese Teile bei Multimedia verwenden will, sollte sich dessen bewusst sein, dass seine Stimme stark abgewertet wird.

Momentum 2 Sennheiser

Eine miserable Idee diese fantastischen Kopfhörer für solche Zwecke zu missbrauchen. Das geht gar nicht und ganz ehrlich gesagt, ich verstehe Sennheiser nicht. Warum bauen die da noch diese Funktion ein, nur damit man damit telefonieren kann? Also das ist wirklich sehr dumm. Sennheiser ist eine superprofi Firma – das war echt ein Griff in die Kloschüssel. Wer trotzdem auf Over-Ear Köpfhörer steht, sollte unbedingt solche mit Headset verwenden. Die gibt es auch recht günstig zu haben (z.B. JBL Quantum 100 oder Quantum 200). Aber Vorsicht mit den Noise-Cancelling Köpfhörer, die die Geräusche von außen stark reduzieren. Die verführen die Sprecher zu schreien! Das nervt nicht nur die Angesprochenen, sondern auch die Mitbewohner. Diese Funktion ist zum Hören in Lauten Umgebungen sinnvoll; zum Sprechen ist absolut sie ungeeignet. Ausnahme: man hat eine Monitoringfunktion, die die eigene Sprache auf den Kopfhörer dazuschaltet. Profigeräte haben das -> siehe Rode NT-USB.

Rode NT-USB

Ich arbeite bei den Filmaufnahmen gerne mit Rode Mikrofone. Die haben sehr gute Wireless-Systeme, die mich nie im Stich gelassen haben. Auch die Richtmikrofone für Außenaufnahmen sind super. Der NT-USB ist ein Klasseteil und eignet sich auch für Gesang. Das Mikrofon hat auch ein paar gute Zusatzfeatures, wie ein Kopfhörerausgang. Mit dem On-Board-Headphone-Monitoring, kann man die eigene Stimme + die Signale des Computers am Kopfhörer simultan empfangen. Das ist eine gelungene Funktion, denn es ist oft sehr nervig, wenn man sich beim Sprechen nicht selber hört. Das gilt vor Allem für andere Mitbewohner, denn es verhindert, dass der Sprecher oder die Sprecherin laut schreit, statt entspannt spricht. Die Verarbeitung vom NT-USB ist vom Feinsten, der Klang natürlich auch.

 

Fazit

Für Youtuber ist es sicher ein muss ein gutes Mikrofon zu besitzen. Wer seine Filme professionell noch nachbearbeitet, der kann da auch viel beim Ton rausholen. Das gilt für den Bildcontent natürlich auch. Es gibt schon ziemlich coole 4K USB-Cams, z.B. von Logitech, die sehr einfach zu bedienen sind. Die sind auch für Videokonferenzen wie Zoom gut geeignet. Was den Ton bei Videokonferenzen anbelangt, so ist es auch sinnvoll ein gutes Mikrofon einzusetzen. Studioqualität wird man zwar nicht erreichen, aber der Unterschied ist deutlich erhörbar. Ich habe die Airpod mit dem Rode NT-USB bei Zoom dirkt verglichen. Das ist schon deutlich hörbar. Mein Tip ist für alle die sehr viel Zeit mit Videkonferenzen verbringen, dass sie sich den Rode NT-USB zulegen. Der ist zwar recht teuer in der Anschaffung, aber die On-Board-Headphone-Monitoring Funktion ist genial. Sie schont nicht nur die Ohren, sondern bringt viel Spaß und Klangqualität in die Gesprächsrunde. Der Beweis ist sehr einfach zu führen:

Zoom im Mikrotest

 

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